Die US Navy verlängert den Betrieb der E-6B mit einem Vertrag über bis zu zehn Jahre

Boeing E-6B. Foto: U.S. Navy
Boeing E-6B. Foto: U.S. Navy

Trotz der Pläne, sie schrittweise zu ersetzen, wird die E-6B Mercury noch viele Jahre lang ein wesentlicher Bestandteil der Nuklearstrategie der Vereinigten Staaten bleiben.

Die US Navy hat eine Ausschreibung für einen Wartungsvertrag eröffnet, der bis zu zehn Jahre laufen und den Zeitraum zwischen den Haushaltsjahren 2027 und 2036 abdecken könnte. Die Initiative unterstreicht, dass das als „Weltuntergangsflugzeug“ bekannte Luftfahrzeug weiterhin eine entscheidende Rolle spielen wird, bis sein Nachfolger die Einsätze vollständig übernimmt.

Boeing E-6B. Foto: U.S. Navy
Boeing E-6B. Foto: U.S. Navy

Die auf der Plattform der Boeing 707 entwickelte E-6B hat die Aufgabe, die Führungsfähigkeit über die amerikanischen Nuklearstreitkräfte aufrechtzuerhalten, falls die landgestützten Kommandozentralen zerstört werden. Im Rahmen der TACAMO-Mission übermittelt das Flugzeug Funksignale im extrem niedrigen Frequenzbereich an mit ballistischen Raketen ausgerüstete Atom-U-Boote und ermöglicht so die Aufrechterhaltung der Kommunikation, selbst wenn diese Schiffe untergetaucht bleiben.

Boeing E-6B. Foto: US Air Force
Boeing E-6B. Foto: U.S. Navy

Neben dieser Funktion dient die E-6B auch als fliegender Kommandoposten unter der Bezeichnung Looking Glass und kann Startbefehle an die Interkontinentalraketen Minuteman III übermitteln, falls die landgestützte Infrastruktur während einer Krise außer Gefecht gesetzt wird. Die Flotte besteht derzeit aus lediglich 16 Flugzeugen, die bei Einsätzen über dem Atlantik und dem Pazifik dauerhaft in Alarmbereitschaft bleiben, obwohl ihr Durchschnittsalter nahezu 35 Jahre beträgt.

Boeing E-6B. Foto: U.S. Navy
U-Boote mit ballistischen Raketen der amerikanischen und britischen Marine sowie ein E-6B-Mercury-Flugzeug während einer gemeinsamen Übung im Jahr 2022. Foto: U.S. Navy

Obwohl die Navy die neue E-130J Phoenix II entwickelt, die ab 2028 die TACAMO-Mission übernehmen soll, wird die Ablösung schrittweise erfolgen und zunächst nicht die Looking-Glass-Funktion umfassen. Solange diese Frage ungeklärt bleibt, investiert die Teilstreitkraft weiter in die Modernisierung der E-6B, darunter Verträge zur Aufrüstung ihrer Kommunikationssysteme und ein umfangreiches Wartungsprogramm. Dies deutet darauf hin, dass das Flugzeug mindestens bis Anfang der 2030er-Jahre im Einsatz bleiben wird.

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Quelle: Defence Blog | Fotos: U.S. Navy | Dieser Inhalt wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt und von der Redaktion überprüft

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